In der Schöpfungsgeschichte erschafft Gott die Menschen männlich und weiblich (Gen 1,27). Diese Geschichte wird bereits in den Kindergottesdiensten erzählt. Wir kennen sie alle. Die queere Theologie verweist darauf, dass „männlich und weiblich“ jedoch nicht allein auf die Zweiheit Mann und Frau bezogen ist. Sie verweist vielmehr auf die bestehende Bandbreite menschlicher Identitäten zwischen männlich und weiblich. Der Mensch vor Gott ist sehr gut in all seiner Vielfalt. Wir alle sind von Gott gewollt und geliebt. Das bedeutet, dass wir uns auch in unserer Gemeinschaft in Vielfalt wertschätzen und auf Selbstbeschreibungen von uns selbst und unseren Mitmenschen achten.
Sprache schafft Wirklichkeit. Darum soll das Glossar auf unserer Seite dabei helfen, einen klaren Überblick über die wichtigsten Begriffe zu sexuellen und geschlechtlichen Identitäten zu geben. Es erklärt grundlegende Konzepte verständlich und respektvoll, ohne zu vereinfachen. Unser Ziel ist es, mehr Wissen und Bewusstsein zu schaffen, damit Queerness nicht nur akzeptiert, sondern als Bereicherung gesehen wird.
